Teaserbild Blogbeitrag Identity Security Trends 2026 © KI-generiert

Zeit für Veränderung: Identity Security Trends 2026

Neues Jahr, neue Security Trends: Welche Maßnahmen Sie 2026 für maximal geschützte Identitäten im Blick behalten sollten.

Nach Weihnachtsliedern, Plätzchen, Feuerwerk und schönen Momenten mit Familie und Freunden hat uns der Alltag in 2026 wieder. Doch bevor wir vollständig in den Routinebetrieb starten, lohnt sich ein Blick auf die Unternehmenssicherheit. Einige Stellschrauben sollten Verantwortliche jetzt drehen, um digitale Identitäten konsequent zu schützen. Fünf Trends, die 2026 zu Ihrem Identity-Security-Gamechanger werden.  

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Wer unseren Blog verfolgt, weiß, die meisten Themen sind nicht neu. Da diese Maßnahmen in vielen Organisationen jedoch noch nicht umgesetzt wurden, appellieren wir erneut dafür: Handeln Sie jetzt, um Entwicklungen für geschützte Identity Security aktiv mitzugehen.

Trend #1 Von Perimeter- hin zu Identity-Security

Moderne Angriffe machen an Netzwerkgrenzen keinen Halt mehr. Taktiken und Techniken werden immer ausgefeilter und umgehen Firewalls und VPNs mühelos. Ein beliebtes neues Angriffsziel: digitale Identitäten. Es drängt also, Identity and Access Management nicht mehr als Randthema zu betrachten, sondern möglichst schnell in die Sicherheitsstrategie zu integrieren.

Hinzu kommt der regulatorische Druck: NIS2, DORA oder EUCS (European Cybersecurity Certification Schema for Cloud Services) verlangen nach klaren Identitätsprozessen, Least Privilege und lückenloser Governance. Gleichzeitig explodieren die Identitätsquellen – Menschen, Geräte, Workloads, Bots, APIs – und müssen im selben Sicherheitsmodell verwaltet werden.

Was zu tun ist: 2026 wird Identität demnach zum neuen Perimeter, das Charaktermerkmale wie „flexibel“, „kontextabhängig“ und „durchgängig geprüft“ erfüllen muss. Dabei helfen Zero Trust, kontextbasierte Richtlinien und kontinuierliche Risikobewertungen und ersetzen statische Freigaben. Echtzeit-Signale, ITDR-Funktionen und External Fine Granular Authorization (FGA) sorgen dafür, dass Zugriffe dynamisch angepasst oder sofort unterbunden werden können.

Trend #2: IAM-Strategie nicht ohne Non-Human Identities

Nicht erst durch KI haben Menschen viele ihrer Aufgaben an Maschinen übertragen. Bereits lange zuvor war die Entwicklung klar: Datenexporte übernehmen API-Bots, indem sie Systeme in Sekunden synchronisieren. Konten, Rechte und Gruppen legen nicht mehr nur IT-Administratoren an, sondern Bots. Außerdem monitoren sie Systeme, Logfiles und Auffälligkeiten automatisiert, um Anomalien schnell aufdecken zu können.

Heißt aber auch: Diese Maschinen und die dahinterliegenden nicht-menschlichen Identitäten sind genauso zu schützen wie menschliche Identitäten. Doch bislang liegen sie außerhalb etablierter Security-Maßnahmen. Für Cyberkriminelle ein gefundenes Fressen.

Was zu tun ist: Unternehmen müssen 2026 deshalb Klarheit schaffen, alle Maschinenidentitäten inventarisieren, Governance etablieren und dynamische, rotierbare Token einsetzen. Nur wenn Mensch und Maschine gleichwertig im IAM berücksichtigt werden, lässt sich Zero Trust überhaupt umsetzen.

Mehr zum Thema können Sie im Blogbeitrag „Maschinen-Identitäten: Die neue Challenge“ der umbrella.associates lesen.

Trend #3 KI-Chancen nutzen, KI-Risiken kontrollieren

Es gibt kaum einen Bereich, in dem KI nicht vielversprechende Potenziale aufzeigt – das Identity and Access Management kann sich davon nicht ausnehmen. Allen voran, weil sie hier Routineaufgaben wie die Identitätsverifizierung oder Zugriffsverwaltung automatisiert übernimmt. Ebenso gewinnbringend scheint die vorausschauende Erkennung von Anomalien. Bedrohungen können Organisationen so frühzeitig begegnen.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. KI-Systemen die Entscheidungshoheit zu übertragen, ist gerade im Berechtigungsumfeld heikel. Wenn ein Modell etwa empfiehlt, Zugriffe zu sperren oder Berechtigungen zu entziehen, stellt sich die zentrale Frage: Darf die KI das selbst machen oder sollten Menschen das übernehmen? Wir revidieren: Diese Frage sollte sich nicht stellen!

Was zu tun ist: Für 2026 ist also besonders wichtig: KI kann Risiken erkennen und den Arbeitsaufwand von Fachkräften minimieren. Die finale Entscheidung über Berechtigungen muss aber beim Menschen liegen. KI soll also heute wie morgen als Analyse- und Empfehlungssystem dienen, nicht aber als eigene Identity-Security-Autorität.

Trend #4 Identitäten gehen über das eigene Unternehmen hinaus

Na klar, Sie schützen nicht nur Ihre Mitarbeiteridentitäten, sondern im Rahmen des Customer Identity and Access Managements, kurz CIAM, ebenso Ihre Kundenbeziehungen. Es geht aber noch einen Schritt weiter. Denn das Beziehungsgeflecht wird immer verstrickter. Über das B2B-Netzwerk hinaus müssen Unternehmen die B2B2X-Umgebung kennen – und schützen.

Dabei steht das X für sämtliche Kunden, Partner und Dienstleister Ihrer Kunden, Partner und Dienstleister. Schließlich brauchen auch externe Identitäten einen Platz im IAM-Sicherheitskonzept. 

Was zu tun ist: Unternehmen müssen ihre CIAM-Architekturen jetzt so ausbauen, dass sie externe Identitäten nicht nur „dulden“, sondern aktiv steuern und automatisiert absichern. Konkret sollte:

  • Wildwuchs in den Zugangssystemen vermieden werden.
  • Delegated Administration eingeführt werden, damit Partner die Möglichkeit haben, ihre eigenen Nutzer im sicheren Rahmen verwalten zu können.
  • eine zentralisierte Policy Enforcement etabliert werden, sodass Zugriffskontrollen über Organisationsgrenzen hinweg konsistent bleiben.

Drag-and-Drop-Plattformen wie Descope können helfen, dies und noch mehr in einer Lösung abzubilden. Dank No-Code/Low-Code-Fundament braucht es nicht einmal Entwicklerkenntnis.

Trend #5 Zusammenspiel zwischen Menschen und Technologie

Es ist weniger ein technischer Trend als ein notwendiger Mindset-Shift: Unternehmen müssen 2026 stärker verinnerlichen, dass Mensch und Technologie keine Gegenspieler mehr sind, sondern ein eng verzahntes Sicherheitsduo. Wo früher der Mensch als Schwachstelle galt, entwickelt er sich heute zum aktiven Bestandteil der Verteidigung – vorausgesetzt, die Sicherheitsmechanismen unterstützen ihn.

Moderne IAM-Systeme setzen daher auf ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch und Technologie: Passwordless Authentication, kontextbasierte Zugriffe und dynamische Richtlinien reduzieren Eingriffe, eliminieren Fehlerquellen und schaffen Vertrauen. Sicherheit wird damit nicht länger „aufgesetzt“, sondern entsteht im natürlichen Nutzungsverhalten. Die Technologie nimmt dem Menschen Routineentscheidungen ab, während er im entscheidenden Moment die Kontrolle behält.

Bereit für mehr Sicherheit!

Egal, ob Sie Identity Security bislang immer wieder auf der Agenda nach hinten geschoben haben oder schon aktiv Identitäten von Mitarbeitern, Kunden, Partnern, Dienstleistern, Maschinen und im B2B2X-Umfeld schützen: In 2026 ist es Zeit, den Schutz nochmals zu verschärfen. Denn Angreifer schlafen nie und Ihr IAM sollte daher allen Trends gerecht werden.

Ihr IAM braucht 2026 ein kleines Update?

Wir helfen Ihnen gerne mit den richtigen Lösungen!